Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

 

  Schornsteinmarke Reederei Lars Rej Johansen - OsloSchornsteinmarke Reederei Lars Rej Johansen - Oslo

 

Chemikalien Tank-Motorschiff "Joaker"

 

Die "M.T. Joaker" wurde 1976  als Neubau Nr. 190 bei der "Ankerlokken Verft Glommen A/S" in Fredrikstad (Norwegen) als Öl-Produkten & Chemikalientanker für die Reederei Lars Rej Johansen (Oslo) gebaut und am 15.10.1976 als letztes Schiff einer für zwei Reedereien gebauten 3er Einheit von Tankern an die Reederei übergeben.

 

Bereits in den Jahren 1974-1975 hatte die Reederei Lars Rej Johansen unter Bau Nr. 185/186/187 bei der Werft drei ähnlich konstruierte kleinere Tankereinheiten mit jew. 4522 BRT bzw. 108,84 m Länge in Auftrag gegeben.

Die Schiffe kamen als "M.T. Joarctic" (01.06.1974) / "M.T. Joalaska" (19.11.1974) / "M.T. Joatlantic" (30.04.1975) in Fahrt.

 

M.T. Joatlantic - Reederei Lars Rej JohansenM.T. Joatlantic - Reederei Lars Rej Johansen

 

Seitenriss und Draufsicht Bauserie M.T. JoakerSeitenriss und Draufsicht Bauserie M.T. Joaker

 

Bereits 1977 erfolgte der Verkauf der "M.T. Joaker" an die norwegische Reederei “Stener S. Mullers Rederi A/S“ aus Oslo. Das Schiff kam als “Lotos“ in Fahrt.

1981 wurde der Tanker überführt an “K/S A/S Lotos I” (Stener S. Mullers Rederi A/S)

1983 wurde das Schiff dann an die schwedische Reederei “AB Ektank” aus Göteborg verkauft und umbenannt in “Ek-Cloud“.

Am 20. September 1998 verließ das Schiff um 14.00 Uhr den Hafen von Göteborg in Richtung Stockholm. Die “Ek –Cloud“ hatte eine Ladung von 9284 Tonnen Rohöl. Der Frachter “M.S. Stena Frighter“ fuhr auf gleichem Kurs mit ca. 17 Knoten und dem Ziel Travemünde.

Die Schiffe hatten keine Funkkontakt miteinander , als sie in einem dichten Nebel am 21. September zwischen Jütland und der dänischen Insel Samsø im Samsø –Belt kollidierten. Beide Schiffe konnten ihre Fahrt aus eigener Kraft fortsetzen – die “Ek-Cloud“ verlor bei der Kollision ein Rettungsboot.  (Unfallbericht s.u.)

2002 kurzzeitig wieder in Oslo registriert

Im März 2004 verkauft an “Nautilus Glory Navigation S.A.“  (“Corintian Maritim S.A.“) aus Panama und umbenannt in “Stream”.

Im Mai 2011 erfolgte ein erneuter Verkauf an “Strider Shipping Corp. S.A.“ aus Panama und letztmalig umbenannt in “Emporer“.

Stand 2012 ist das Schiff noch im Schiffsregister bei Lloyds geführt – jedoch möglicherweise bereits verschrottet.

 

Neben der "M.T. Joaker" liefen zwei weitere Einheiten dieses Typs  in den Jahren 1975/1976 bei der "Ankerlokken Verft Glommen A/S" vom Stapel:

1) Bau Nr. 188 - "M.T. Joravn" - IMO 7382976 - 10/1975 Reederei Kristian Ravns P/R (Narvik) -ab 1984 auch an "AB Ektank" verkauft und als "Ek-Sky" in Fahrt gekommen. Heute noch in Fahrt als "Don Felix I"

2) Bau Nr. 189 - "M.T. Joasla" - IMO 7382977 - 04/1976 Reederei Lars Rej Johansen (Oslo) - zwischen 1979 und 1993 als "Orinoco" dann "Rio Orinoco" in Fahrt.     Heute noch in Fahrt als "Thalassa Desgagnes"

 

 

Technische Daten:

IMO Nr.: 7382990 / BRT 5895 / Länge: 134,60 Meter / Breite: 17,20  Meter / Tiefgang: 8,10 Meter / Besatzung: ? / Antrieb über 1 Dieselmotor 8 Zylinder - Burmeister & Wain Typ 8K42EF (420x900) - 5250 PS / Geschwindigkeit 14,3 Knoten

 

 

Das Modell: gebaut um 1976 von Trygve Larsen, Oslo. Maßstab 1:100

 

 

 

 

Link zum Datenblatt des M.T. Joasla

 

Link zum Unfallbereicht M.T. Ek-Cloud: Auflauf auf Grund 1995

 Link zum Unfallbericht M.T. Ek-Cloud: Kollision mit Stena Frighter 1998

 

 

 

Galerie: "M.T. Joaker" und das Reedereimodell