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Reederei Heino Winter - JorkReederei Heino Winter - Jork

 

RoRo Fracht-Motorschiff (Typ: Europafrachter) "Tilia"

 

Die "M.S. Tilia" wurde 1979 unter Bau Nr. 162 bei der Howaldtswerke Deutsche Werft - Werk Ross in Hamburg (HDW) für die Reederei                                                              Heino Winter KG - Jork als erster Neubau für die 1977 gegründete Reederei und gleichzeitig einer der letzten Neubauten der HDW Hamburg gebaut.

Stapellauf war am 19.06.1979  - Ablieferung an die Reederei Heino Winter KG dann am 25.08.1979. Noch im August 1979 kam das Schiff dann unter dem Charternamen "Sloman Royal" erstmals in Fahrt.

 

Der Schiffstyp fußt auf den ersten beiden von der DW Kremer Werft in Elmshorn entwickelten Deckcarriern. Die vergleichbar konzipierten aber geringfügig größeren Schiffe "M.S. Helena Husmann" (siehe Planarchiv Modellreederei) und "M.S. Sigrid Wehr" wurden 1978 bei Kremer in Auftrag gegeben und waren die ersten Schiffe dieser Art. Die HDW erhielt den Bau der Kaskos als Unterauftrag von der Kremer Werft, die noch während des Baus Konkurs anmelden mußte.

Insgesamt wurden 12 Schiffe dieses Typs bei der HDW Hamburg und der HDW Kiel für verschiedene Reedereien in den Größenklassen 499 BRT / 999 BRT und 1599 BRT zwischen 1979 und 1980 gebaut. Die 1979 abgelieferte "M.S. Sloman Ranger" war das erste von zehn baugleichen 999-BRT-Volldecker-Einheiten der HDW in Hamburg und Kiel für mehrere Reedereien gebaut wurden. Die ersten fünf Einheiten erhielt die Bremer Reederei Sloman Neptu,die ihre Schiffe in der Mittelmeerfahrt einsetzte. Zum Ende der Serie folgten zwei vom Werk Ross in Hamburg gebaute als Freidecker mit ebenfalls 999 BRT vermessene aber geringfügig längere Einheiten mit größerem Tiefgang, höherer Tragfähigkeit und leistungsfähigeren MAN-Hauptmotoren.        

Der Europa-Frachter ist ein offenes LoLo/RoRo-Mehrzweck-Frachtmotorschiff mit vorne angeordneten Aufbauten und einem für den Containertransport vorbereiteten, durchgehenden Laderaum mit achterer RoRo-Rampe. Er kann sowohl im Containertransport, für Stückgut, Massengut oder kleinere Projektladungen eingesetzt werden.

Der Laderaum hat einen Getreiderauminhalt von 6.182 m³ (mit eingesetztem Zwischendeck 5.510 m³). Die Tankdecke des Laderaums ist sowohl für den Transport von schweren Ladungen verstärkt, als auch mit Einrichtungen für den Transport von Containern versehen. Über die mit bis zu 195 Tonnen belastbare Heckrampe kann ersatzweise auch rollende Ladung auf einer Spurlänge von 344 Metern Länge aufgenommen werden. Die 68,26 Meter lange und 15,00 Meter breite Luke wird mit elf MacGregor-Pontonlukendeckeln seefest verschlossen, konnte zum Transport sperriger Ladungen aber auch offen gefahren werden. Durch versetzbare Schotten kann der Laderaum in kleinere Abteilungen unterteilt oder mit einem Zwischendeck ausgerüstet werden. Die Containerkapazität beträgt 319 TEU, von denen 128 TEU sowie eine dritte Lage von 59 Leercontainern an Deck und 132 TEU im Laderaum gestaut werden können. Für Kühlcontainer stehen 20 Anschlüsse zur Verfügung.

 

Die Schiffe der Serie verfügen über zwei an Backbord angebrachte elektrohydraulische Liebherr-Kräne mit 25 Tonnen Tragkraft, die im gekoppelten Betrieb bis zu 47 Tonnen schwere Kolli übernehmen können. Zusätzlich verfügen die Schiffe über vier Tanks zur Übernahme von 904 m³ Chemikalien und fünf Tanks für den Transport von 484 m³ Wein. Die Tragfähigkeit der Schiffe betrug beim Bau 2.570 Tonnen.

Die Antriebsanlage der Schiffe bestand aus zwei Viertakt-Dieselmotoren des Typs Deutz SBV 8M 628. Die Motoren leisteten zusammen 2.118 Kilowatt und trieben über Getriebe zwei Festpropeller an. Die An- und Ablegemanöver konnten durch ein Bugstrahlruder mit einer Leistung von 157 Kilowatt unterstützt werden. Als Hilfsmotoren waren zwei Deutz-Dieselmotoren des Typs BA 6M 816 mit jeweils 184 kW Leistung und ein Notdiesel des Typs Deutz F6L 912 mit 45 kW Leistung verbaut.

(Quelle: Wikipedia.de)

 

Das Schiff kam 08.1979 als "Sloman Royal" in Fahrt - dann folgten folgende Umbenennungen:

"Sloman Royal" bis Dezember 1982 / "Tilia" bis Dezember 1994  / "Global" bis April 1995 / "Helena" bis Dezember 1995 / "Northern Phoenix" bis Dezember 1998 / "Exotic Dolphin" bis Februar 2010 / "Sanduga" bis Dezember 2011

Das Schiff wurde ab 03.12.2011 (nach maschinenausfallbedingter Havarie am 19.11.2011) durch den letzten Eigner Acrex Corp, Vladivostok zum Abwracken verkauft und in China verschrottet.

 

Technische Daten:

IMO Nr.: 7820241 / BRT 999  + 278 TEU Containerkapazität/ Länge: 93,00 Meter / Breite: 18 Meter / Höhe: 8060 Meter / Tiefgang: 4,55 Meter / Ladekapazität: 3500 Tonnen / Besatzung: 13 / Antrieb über 2 Dieselmotoren MAN 1760;1000 PS / Geschwindigkeit 13 Knoten

 

 

 

Ein Artikel zum Schiff aus dem Hamburger Abendblatt - Ausgabe vom 12.01.1982 :

 

 Winter bestellt bei Nobiskrug

 

 Hamburg - Einen neuen Auftrag hat die Rendsburger Werft Nobiskrug jetzt an Land gezogen. Wie Werftchef Peter W. Ilchmann bestätigte, hat die Hamburger Reederei Heino Winter KG unter der B-Nr. 712 einen Ro/Ro-Lo/Lo-Frachter bestellt, der im Laufe des Jahres 1983 geliefert werden soll. Das Schiff ist im Wesentlichen baugleich mit dem Mehrzweckfrachter "Tilia" (999 BRT/3500 tdw), den Winter im August 1979 von der Howaldtswerke-Deutsche Werft AG in Hamburg erhalten hat. pü/now

 

 

 

Das Modell: gebaut um 1979 von Werner Winkelmann - Feinmechanischer Modellbau (HH Schnelsen) im Maßstab 1:100

 

 

 

 

 

 

 

Galerie: "M.S. Tilia" und das Reedereimodell

 

 

 

 M.S. Loman Ranger - HDW Kiel 1979 (erstes Schiff der Bauserie)M.S. Loman Ranger - HDW Kiel 1979 (erstes Schiff der Bauserie)

 

 

 

M.S. Obotrita - HDW Hamburg 1980 (letztes Schiff der Bauserie)M.S. Obotrita - HDW Hamburg 1980 (letztes Schiff der Bauserie)

 

 

 

Galerie: Bauserie der Europafrachter